
Stadtführungen: http://www.kaernten-guide.at/
Lindwurmbrunnen
In seiner Mitte der Lindwurm (um 1590). Das Wappentier Klagenfurts, ursprünglich zweifüßiger Drache, der beim Stadttturm vorbeischwebt, als Erinnerung an die in der Gründungssage überlieferten Anfänge der Stadt (Furt der „Klage(n)“ = Klagenfurt). Der Lindwurmbrunnen mit „Untier“, Herkules und Renaissancegitter wurden 1636 fertig gestellt.
1765 wurde auf der Westseite des Neuen Platzes anstelle des Reiterstandbildes Leopolds I. das erste Denkmal der „Kaiserin“ Maria Theresia in Österreich errichtet. Die künstlerisch wertvolle Statue aus Hartblei wurde jedoch 1873 durch eine Bronzeplastik von Franz Pönninger und Rudolf Bayer ersetzt. 1972 wurde das Denkmal (nach Bau der Tiefgarage) auf die Ostseite des Platzes verlegt.
Seit 1918 in dieser Funktion. Ein 1650 errichtetes Renaissance-Palais der Grafen Rosenberg mit interessantem Stiegenaufgang.
Erbaut um 1600 von einem spanischen Baumeister. Einst Palais Welzer, heute Palais Rosenberg. Sehenswert Arkadenhof und das Rosenberg-Wappen über dem Hauptportal, das Fromiller-Gemälde von Justitia mit Wappen von Stadt und Land.
Landhaus
1574 – 1594 anstelle der geschleiften ersten Burg der Stadt, einer Wasserburg, von den Ständen durch Hans Freymann und Johann Anton Verda erbaut. Sehenswert ist der Wappensaal: Wappensaal mit 665 Wappen der Kärntner Landstände, Landeshauptleute, Vizedome und Landesverweser.
Haus Zur Goldenen Gans
Alter Platz 31, 1489 beurkundet, vielleicht ältestes erhaltenes Haus der Stadt. Im Innenhof Relief mit Kentaur und Frauengestalt (vermutlich 16. Jh.) und schöne Arkaden.
Fußgängerzone Alter Platz
Eine der beiden Verkehrslinien, an denen Herzog Bernhard die Stadt gründete. Ein Teilstück des Ost-West-Verkehrsweges, der sich hier mit dem Nordsüdlichen kreuzte. Am Ende des Alten Platzes – Ostseite – Erinnerungstafel der Landstände an das Völkermarkter Tor.
Ursprünglich aus Holz, um 1680 als Pestsäule auf dem Heiligengeistplatz errichtet. Nach dem Sieg über die Türken (Wien 1683) erweitert um Halbmond und Kreuz. 1965 wurde das Monument zum Alten Platz verlegt.
Fußgängerzone Kramergasse
Ist die erste Fußgängerzone Österreichs (seit 1961) und neben dem Alten Platz und der Wiener Gasse die älteste Straße Klagenfurts. Sehenswert: Im Boden eingearbeitete Wappen der Partnerstädte von Klagenfurt.
Legendäre Figur aus der Sage um die Entstehung des Wörthersees. Metallplastik von Heinz Goll, 1965.
Auf dem Heuplatz, errichtet 1781 anlässlich des Brandes von 1777. Heuplatz Anfang, Paul Hatheyer Schütt, ein ehemaliger Stadttorlöwe eingemauert.
Jugendstil-Gebäude, erbaut 1908 – 1910 anstelle des im 17. Jahrhundert errichteten Ballhauses. Renoviert und Zubau 1998 (Architekt Günther Domenig). http://www.stadttheater-klagenfurt.at/
Errichtet im 18. Jahrhundert auf dem ehemaligen Wall der Wölfnitz-Bastei. Hier war der erste Fluder (Wasseraustrittsstele) des von Norden von der Glan abzweigend über den Stadtgraben und durch die Stadt geführten Feuerbachs. 1830 wurde das Gebäude zu einem biedermeierlichen Herrenhaus umgebaut. Bemerkenswert der klassizistische Dreieckgiebel. In der Nähe die originalgetreue Nachbildung des Torsos einer Kaiserstatue (wahrscheinlich 16. Jahrhundert). Sie soll den sagenhaften Gründer Klagenfurts, Kaiser Claudius II. (Claudiforum = Markt des Claudius) darstellen.
Theatergasse 4, Sozialbau aus dem 18. Jahrhundert, ehemaliges Siechenhaus, als Armen- und Waisenhaus errichtet, 1996 revitalisiert. Musikschule und Stadtgalerie. Passage von Theatergasse zum Schubertpark.
Pfarrplatz
Ältester Stadtfriedhof (bis 1677). Das Haus Nr. 2 stammt aus dem Jahre 1620. Die Stadtpfarrkirche St. Egyd steht anstelle einer dreischiffigen Basilika (urkundlich erstmals 1255 als „Vrouwenkirche“ erwähnt).
Spanheimer Denkmal
Denkmal: Standbild Herzog Bernhards von Spanheim, Gründer der Stadt Mitte des 13. Jahrhunderts. Steinsockel mit naturalistischen Löwen von Josef Kassin (t 1931). Von diesem Platz kommt man über die Kramergasse zur neu gestalteten Eisengasse bis zur Tabakgasse.
Museum Moderner Kunst Kärnten – ehemalige Burg
Das Gebäude wurde 1586 als „Collegium sapientiae et pietatis“ (Höhere Schule de Weisheit und Frömmigkeit) für den protestantischen Adel errichtet. Im 17. Jahrhundert bis Mitte des 18. Jahrhunderts Residenz der Kärntner Burggrafen. Die Nordfront, Bugkapelle (Zugang über das Museum) sowie das 2. Obergeschoss sind Ergänzungen des 18. Jahrhunderts. 1933 Gründung der „Kärntner Landesgalerie“. Großer Umbau ab 2001, Neueröffnung im Juni 2003.
Domplatz, schöne und reichhaltige Sammlung sakraler Kunst von Romantik bis Spätklassizismus.
Auf dem Gelände des ehemaligen Jesuitenkollegs, der späteren „Jesuitenkaserne“ (durch Bomben 1944 zerstört). Die Domkirche, „früheste Wandpfeilerkirche Österreichs“, wurde von den protestantischen Ständen 1581 in Auftrag gegeben und 1591 der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Seit Sommer 2007 ist auch das Altstadtmodell auf dem Domplatz aufgestellt.
Das Haus „Goldener Brunnen“, 17. Jahrhundert, war ein Nebengebäude der gegenüberliegenden Jesuitenkaserne (Domplatz) und wurde von den Jesuiten als Seminar benützt. Sehenswertes Rundbogenportal mit Inschrifttafel und Jesuiten-Ordensrelief.
1613 als Teil des Franziskanerklosters im Auftrag der katholischen Stände von Adam Kolnig (t 1632) erbaut. Nach oftmaligen Änderungen blieb bis heute ein achteckiger Turm, der Stuckdekor aus dem 17. Jahrhundert, das Kreuzigungsbild von Fromiller, Grab- und Gedenksteine u.a. für Freiherrn von Herberstein und Klostergönnerin Gräfin Rosenberg. Die Kirche wurde 1807 an die Benediktiner übergeben
Standbild, zuvor lange Zeit auf dem Heiligengeistplatz, ist wohl zur Versinnbildlichung der alten Fischmarktordnung 1606 aufgestellt worden.
Heiligengeistkirche
Die im Kern gotische, aber barock erneuerte Kirche ist nordseitig dem Heiligengeistplatz, zusammen mit dem schlichten Kloster (seit 1678 Ursulinen) eingefügt. Sehenswert die sechs holzgeschnitzten Wappen sowie das Weihwasserbecken aus 1623.
Das ehemalige Palais gehörte bis 1614 dem protestantischen Arzt Urban Zusner von Zusnerberg. Dann Palais des Hochstiftes Bamberg (1759), Fassade 19. Jahrhundert. Renaissance-Arkadenhof mit Fassade um 1650, Passage zur Renngasse.
1909 (Architekt Franz Baumgartner) Musterbeispiel für den deutschen Heimatstil.
Kreuzbergl mit Kreuzbergl-Kirche
Unweit vom Stadtzentrum gelangt man über die Radetzkystraße zum Naherholungsgebiet Kreuzbergl. Sehenswert ist hier die Kreuzberglkirche (Kalvarianbergkirche): 1742 geweiht. Barocker Bau mit zwei Zwiebeltürmen. Scheinkuppel mit Architekturprospekt und Schweißtuch Christi von Josef Ferdinand Fromiller. Hochaltäre und Seitenaltäre ebenfalls von Fromiller. Die Kreuzwegstationen entstanden nach dem Kirchenbau; anstelle der Hl. Grabkapelle (1742) die Landesgedächtnisstätte. Sämtliche Mosaikdarstellungen von Karl Bauer.
Musil-Haus – Robert-Musil-Literatur-Museum
Ständige Ausstellungen zu Robert Musil, Ingeborg Bachmann und Christine Lavant im Geburtshaus des österreichischen Dichters von Weltrang. http://www.musilmuseum.at/
Lendkanal
Idyllischer Wasserweg vom Wörthersee in die Altstadt. Schon im Jahre 1240 wurden Pläne von Herzog Bernhard von Spanheim entwickelt, um einen Wasserlauf vom Wörthersee bis zum Zentrum der Stadt Klagenfurt zu bauen. Erst 1527 konnte mit den Grabungsarbeiten für den „Lendkanal“ begonnen werden. Zu dieser Zeit diente der Lendkanal als Wasserversorger der Stadtgräben und als Löschwasserreservoir. Mit der Erweiterung und Vertiefung des Kanals im Jahre 1558 konnte zeitweise ein reger Handels- und Personenverkehr auf dieser historischen Wasserstraße abgewickelt werden. Mehrere Unternehmungen haben seither, mit einigen Unterbrechungen, die Schifffahrt auf dem Lendkanal betrieben. Sehenswerte Punkte am Lendkanal: u.a. Evangelische Johanneskirche (Neugotische Schablonenmalerei), Elisabethsteg, Jergitschsteg, Rizzibrücke, Steinerne Brücke (erbaut zwischen 1527 und 1538), Heinzelsteg, Europapark, Minimundus, Planetarium, Reptilienzoo, Schloss Maria Loretto (erbaut 1652), Maiernigg (Vorort von Klagenfurt; hier befindet sich das Komponierhäuschen des bekannten österreichischen Komponisten Gustav Mahler sowie dessen Strandhaus aus dem 19. Jahrhundert).
Das Wörtherseestadion Klagenfurt beeindruckt durch signifikante Gestaltung. Effekte werden durch die Dachhaut über den Tribünen erzielt, die teilweise aus transparenten Doppelstegplatten besteht. Ziel des Architektenteams war es, ein kompaktes, in die Landschaft integriertes Stadion zu entwickeln. Die Tribünen liegen in größtmöglicher Nähe zum Spielfeld und machen jedes Spiel zu einem besonderen Live-Erlebnis. Mehr Informationen auf www.woertherseestadion.at